Flexibler Prüfautomat FPA

Industrielle Bildverarbeitungsanlagen werden häufig auf ein oder mehrere Werkstücke maßgeschneidert angefertigt. Die Anlage und ihre Komponenten sind dabei genau aufeinander abgestimmt und erlauben selten Anpassungen. Ändert sich jedoch bspw. die Kontur des zu prüfenden Werkstücks muss die Bildverarbeitungsanlage mitunter aufwändig umgerüstet werden. Hier entstehen zum einen erneute Kosten und zum anderen begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit zum Anlagenbauer.

Mit dem modularen Ansatz eines flexiblen Prüfautomats geht PENTACON bewusst auf die Nutzer zu. Der flexible Prüfautomat ist in weiten Teilen durch den Nutzer programmierbar und kann aufgrund seines modularen Baukasten-Prinzips jederzeit um Komponenten erweitert werden. Bereits jetzt deckt der Prüfautomat ein breites Spektrum an Teilen ab, die individuell angepasst werden können und somit eine 100% Prüfung erlauben. Aufwändige Rüstzeiten oder Programmänderungen werden auf ein Minimum reduziert.

Für die Zuführung und Abführung setzen wir unter anderem Roboter der Marken STÄUBLI, Universal Robots, KAWASAKI oder Mitsubishi ein. Dabei kann die Anlage so konzipiert werden, dass der Roboter per 1D-Greifen ("pick and place") ein vorsortiertes und orientiertes Werkstück in die modulare Prüfreihenfolge bringt. Oder beim 2D-Greifen das Werkstück aus einem Anyfeeder entnimmt und die Position des Prüfstücks entsprechend anpasst.

Module

Bei der Auflicht-Messstation werden Prüfteile von einem Roboter gegriffen und lagerichtig vor das Objektiv einer Kamera gehalten. Zur optimalen Vermessung wird ein telezentrisches Objektiv genutzt. Die Taktzeit der Messung beträgt 0,5 Sekunden (inklusive der Berechnung des Messergebnisses und der Weiterleitung an die übergeordnete Steuerung zur Befehlsausgabe an den Roboter).

Bei der Messung werden Formen und fünf Maße geprüft, wobei die Messunsicherheit 0,4 µm beträgt.

Die Durchlicht-Messstation kann zur Bestimmung der Länge, Durchmesser, Radius und Kontur genutzt werden. Dabei werden die Prüfteile in einen Glaskeil abgelegt und mittels seitlichem Durchlicht von einer Kamera mit telezentrischem Objektiv aufgenommen.Nach beendeter Prüfung wird der Glaskeil geöffnet und das Prüfteil entweder aussortiert oder der nächsten Prüfung zugeführt.

Die Messunsicherheit beträgt 0,4 µm bei einer Taktzeit von 0,5 Sekunden.

Mit der PENTACON Bohrloch Inspektionsanlage (BLI) lassen sich Bohrungen und Löcher auf verschiedene Parameter wie Gewinde, Ausprägungen oder Rückstände wie bspw. Späne oder Fremdkörper prüfen. Dazu werden die zu prüfenden Drehteile oder Frästeile ca. 1 cm unter der Bohrloch Inspektionsanlage per Roboter platziert und optisch geprüft. Das benötigte Licht wird dabei über ein ausgeklügeltes Spiegelsystem in die optische Achse eingekoppelt.

Die Taktzeit der Messung beträgt 0,5 Sekunden (inklusive der Berechnung des Messergebnisses und der Weiterleitung an die übergeordnete Steuerung zur Befehlsausgabe an den Roboter).

Das Modul:

  • wertet Gewindeausformungen aus
  • sucht Späne in Bohrungen und
  • prüft das Vorhandensein von Sacklöchern am Bohrungsgrund

Die kleinste zu prüfende Bohrung ist 3 mm und die größte Bohrung 40 mm. Das erreichbare Durchmesser/ Schärfentiefeverhältnis beträgt dabei 1:3.