Modulare Roboterprüfzelle

Neben einzelnen optischen und akustischen Modulen zur automatisierten 100%-Prüfung von Serienproduktionen (Drehteile, Frästeile, Bohrungen, Kunststoffspritzguss-Teilen etc.), konzipiert und produziert PENTACON auch komplette Anlagen, die mehrere Elemente vereinen. Dabei reicht das Spektrum von optischer Bildverarbeitung (attributiv als auch messend) bis hin zur akustischen und magnetischen Prüfung von Rissen.

Optisch können Oberflächen hinsichtlich Rissen, Lunkern oder Kantenbeschädigungen bzw. die Vollständigkeit der Kontur geprüft werden. Akustisch haben wir uns auf die Prüfung auf Risse oder Ausbrüche spezialisiert. Der Vorteil der akustischen Rissprüfung besteht hierbei in der Prüfbarkeit von schwierigen Geometrien, bei der herkömmliche Verfahren wie Wirbelstrom-Prüfungen schnell an die Grenzen des Machbaren geraten.

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Module

Bei der optischen Prüfung von Oberflächen wird das Prüfteil mittels eines Roboters vor einer digitalen Industriekamera um die eigene Achse gedreht und aufgenommen. Die so abgewickelte Mantelfläche wird anschließend über einen Software-Algorithmus auf vorgegebene Fehler hin untersucht, deren Größe und Lage abschließend bewertet werden. Bei komplizierten Teilegeometrien nutzen wir mehrere Kameras, die entsprechend ausgerichtet mehrere Spuren parallel aufnehmen können.

Für die optische Prüfung verwenden wir hochauflösende Objektive der Jos. Schneider Optische Werke GmbH. Der Software-Algorithmus lehnt sich an die Matrox Bibliotheken an.

Die akustische Klangprüfung kann Haarrisse und Prüflingsbrüche genauer als die optische Oberflächenprüfung erkennen. Bei der Klangprüfung wird das Prüfteil auf einen akustisch entkoppelten Träger platziert und durch Anschlag in Klang versetzt. Die entstandene Schwingung kann anschließend mit einer Referenzschwingung verglichen und bewertet werden. Die Bauteilgeometrie ist dabei unerheblich.

Ähnlich wie bei der optischen Oberflächen-Prüfung der Außenkontor kann auch die Innenkontur in der modularen Roboterzelle maschinell geprüft werden. Dabei kann das Prüfteil über eine Wendestation im Prüfablauf gedreht und optisch geprüft werden. Der Prüfling wird mittels Durchlicht oder Auflicht und einer industriellen Matrixkamera mit einem Industrieobjektiv von Jos. Schneider aufgenommen. Speziell Überstände oder Unterstände oder sonstige Beschädigungen können so schnell und effizient entdeckt werden. Die Prüfung übernimmt dabei eine Software, welche die Bilder prüft und anhand vorgegebener Fehler bewertet.

Die Taktzeit (ohne Handling) beträgt 1 Sekunde.

Roboter Handling

Für die Zuführung und Abführung setzen wir unter anderem Roboter der Marken STÄUBLI, Universal Robots, KAWASAKI oder Mitsubishi ein. Dabei kann die Anlage so konzipiert werden, dass der Roboter per 1D-Greifen ("pick and place") ein vorsortiertes und orientiertes Werkstück in die modulare Prüfreihenfolge bringt. Oder beim 2D-Greifen das Werkstück aus einem Anyfeeder entnimmt und die Position des Prüfstücks entsprechend anpasst.